| Veranstaltung: | siebte Sitzung des Plenums des Fürther Jugendrates |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3.c. allgemeine Anträge |
| Antragsteller*in: | Ausschuss für Mobilität und Umwelt (dort beschlossen am: 12.04.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 14.04.2026, 07:30 |
BA3: Freie Fahrt für freie Fürther*innen
Beschlussformel
Der Fürther Jugendrat beantragt, dass der Stadtrat das Radverkehrskonzept
konsequent und mit genügend finanziellen Mitteln umsetzt. Dabei ist politische
Geschlossenheit bei der Priorisierung des Radverkehrsnetz auch an
herausfordernden Knotenpunkten entscheidend, beispielsweise durch das Nutzen von
Kfz-Flächen für die Verbesserung der Radinfrastruktur.
Gründe:
Für ein zukunftsfähiges Fürth braucht es:
- Geschütze Radwege und Kreuzungen
- Die Trennung von Auto-, Fuß- und Radverkehr
- Mehr personelle Kapazitäten im Stadtplanungsamt für den Radverkehr
- Die Förderung des Wandels hin zu einer Fahrradkultur
Jugendliche sind auf ein funktionierendes Verkehrsnetz angewiesen. Sie müssen zur Schule und zu ihren Freizeitaktivitäten kommen. Da sie keinen Führerschein besitzen und sich so neben dem ÖPNV nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß selbstständig fortbewegen können, sind die Rad- und Fußverkehrsnetze zu den von Jugendlichen besuchten Orten besonders wichtig. Als Fußgänger*in oder Fahrradfahrer*in sind junge Menschen im Straßenverkehr außerdem gefährdeter als Autofahrer*innen.
Die Protokolle des Jugendforums der letzten fünf Jahre unterstreichen hier grob zusammengefasst nochmal das Bedürfnis Jugendlicher nach einer besseren Radinfrastruktur als zentrales Anliegen:
2025: Mehr und bessere Radverbindungen, auch zu Nachbarstädten (jufo_2025_98_web)
2024: S.27 Mehr Fahrradstraßen in Fürth
2023: S.17 Sichere Fahrradwege und mehr Fernradwege
2022: S.18 Bessere Wegqualität (v.A. Südstadt), mehr Fahrradständer
2021: S.25 Mehr Radwege
Weitere Gründe für einen Ausbau Fürths zur Fahrradstadt sind schlicht wirtschaftlich:
- Geringere Infrastrukturkosten (Radwege gegenüber Straßen in Bau und Unterhalt günstiger)
- Weniger Staukosten (Zeitverlust sorgt für Produktivitätsverluste)
- Geringere Gesundheitskosten (Risiko für Atemprobleme durch Abgase sowie Unfälle sinkt; Sportliche Fortbewegung verbessert allgemeine Gesundheit)
- Höhere Flächeneffizienz (Straßenraum kann für gewerbliche Flächen oder Grünflächen umgewidmet werden)
- Attraktivität der Stadt wird gesteigert (Potenzial für Tourismus sowie Zuzug)
- Geringere individuelle Kosten für Bürger (aktuell Entlastung während Energiekrise und daraus resultierend mehr Konsumausgaben in der Stadt)

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