| Veranstaltung: | sechste Sitzung des Plenums des Fürther Jugendrates |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3.b. Wiedervorlagen |
| Antragsteller*in: | Michael Bohn |
| Status: | Sonstiger Status (Nichtbefassung) |
| Antragshistorie: | Version 3 |
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BA1: A Einrichtung getrennter grünen Wellen je Hauptstraße und Fahrtrichtung
Problem
Die Stadt Fürth wird beauftragt, die Ampelschaltungen auf den zentralen Verkehrsachsen so zu optimieren, dass in Beide Fahrrichtungen sowohl ein flüssiger/stockungsfreier Verkehr als auch die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen gewährleistet werden. Hierfür sollen je Fahrrichtung zwei abgestimmte Grüne-Wellen-Programme eingeführt werden:
Grüne Welle für 30 km/h – für Zeiten mit Temporeduktion oder geringem Verkehrsaufkommen, um den Verkehr sicher, emissionsarm und ohne unnötiges Bremsen oder Beschleunigen fließen zu lassen.
Grüne Welle für 50–60 km/h – für Hauptverkehrszeiten, um Berufs- und Lieferverkehr effizient, sicher und umweltfreundlich zu steuern.
Ziel ist ein flüssiger, stressfreier und regelkonformer Verkehr, der Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Gewerbetreibende gleichermaßen entlastet, Emissionen reduziert und die Lebensqualität in der Stadt erhöht.
Lösung
Handwerker sind täglich in Fürth unterwegs und auf einen Transporter angewiesen. Ein Lastenrad ist für diese Berufsgruppe leider keine Alternative – weder vom Ladevolumen noch von der Zuladung. Viele Gewerbetreibende sind auf motorisierte Fahrzeuge angewiesen, um ihre Arbeit überhaupt ausüben zu können.
Deshalb bin ich auf verlässliche, flüssige Verkehrswege angewiesen.
1. Konkrete Probleme im aktuellen Verkehrssystem
Auf fast allen zentralen Verkehrsachsen Fürths kommt es regelmäßig zu Staus, langen Rotphasen und ständigem Stop-and-Go, unter anderem auf:
Nürnberger Straße
Königsstraße
Würzburger Straße
Friedrichstraße
Gebhardtstraße
Hornschuchpromenade
Ludwig-Quellen-Straße (A73-Abfahrt) als Verbindungstraße über Höfener Straße zur Südwesttangente (Abstimmung mit der Stadt Nürnberg erforderlich)
Höfener Straße Richtung als Verbindungsstraße über Fürther Straße zur A73 (Abstimmung mit der Stadt Nürnberg erforderlich)
Höfener Spange als Verbindungsstraße zur A73 (Abstimmung mit der Stadt Nürnberg erforderlich)
Magazinstraße Richtung Nürnberg als Verbindungstraße über die Höfener Spange zur Südwesttangente (Abstimmung mit der Stadt Nürnberg erforderlich)
Schwabacher Straße
Waldstraße
Fronmüllerstraße
uvm.
Besonders problematisch sind Ampelschaltungen, die nicht auf reale Verkehrssituationen reagieren und phasenweise so lange Rot zeigen, dass sich bei Unfällen, Sperrungen, viel Verkehr und wenig Verkehr unnötige Rückstaus bilden.
2. Folgen für den Alltag — und warum alle darunter leiden
Das betrifft nicht nur Autofahrer. Die aktuelle Ampel- und Verkehrsführung verursacht für alle Verkehrsteilnehmer Nachteile:
Für Gewerbetreibende und Berufspendler:
enormer Zeitverlust
erhöhter Kraftstoff- bzw. Stromverbrauch
vermeidbarer Verschleiß und Kosten
Für die Umwelt:
unnötige Abgase und CO₂
mehr Reifen- und Bremsstaub
mehr Lärm durch ständiges Anfahren
Für Anwohner:
höhere Lärmbelastung durch Stop-and-Go
mehr Durchgangsverkehr in Wohngebieten, weil Fahrer auf Nebenstraßen ausweichen
Für Fußgänger und Radfahrer:
unklare Verkehrsströme
mehr Stress beim Überqueren, wenn der Verkehr gleichzeitig aufstaut und anschließend sehr schnell anfährt
mehr Konflikte an Kreuzungen
Damit wird deutlich: Der jetzige Zustand schadet allen – nicht nur Autofahrern.
3. Warum eine funktionierende Grüne Welle allen nutzt
Eine gut abgestimmte Grüne Welle sorgt für:
weniger Stop-and-Go = weniger Lärm & Emissionen
flüssigen Verkehr, der sicherer ist als ständige Wechsel zwischen Stillstand und Beschleunigen
weniger Durchgangsverkehr in Nebenstraßen
kürzere und klarere Ampelphasen für Fußgänger
planbare Fahrtzeiten für Gewerbetreibende, Lieferdienste, Handwerker und Rettungsdienste (kürzere Hilfsfristen retten Leben)
Eine effiziente Ampelsteuerung ist eine der kostengünstigsten und wirksamsten Maßnahmen zur Verbesserung der urbanen Mobilität.
4. Zwei abgestimmte Ampelschaltungen
Grüne Welle für 30 km/h
Einsetzbar während Temporeduktionen oder bei geringem Verkehrsaufkommen. Sie sorgt dafür, dass man die Geschwindigkeitsbegrenzung konsequent einhält und flüssig durch die Ampeln kommt – ohne ständiges Bremsen oder Beschleunigen.
Grüne Welle für 50–60 km/h
Einsetzbar in den üblichen Hauptverkehrszeiten, um Berufs- und Lieferverkehr effizient zu steuern. Auch hier führt die angepasste Geschwindigkeit zu einem harmonischen Verkehrsfluss, weniger Lärm und Emissionen sowie mehr Sicherheit.
Kernidee: Eine Grüne Welle ermöglicht flüssigen, stressfreien und regelkonformen Verkehr für alle.
5. Weitere sinnvolle Maßnahmen
Anpassung der Rot- und Grünphasen an tatsächliche Verkehrsdaten
Einsatz moderner Verkehrssensorik (Smart Traffic / KI-Ampelsteuerung)
Transparenz über Planungsziele und Evaluierung bestehender Maßnahmen
Vermeidung unnötiger Verlagerung des Verkehrs in Wohngebiete
Bessere Abstimmung sämtlicher Verkehrsmodi (Fuß, Rad, ÖPNV, Pkw)
6. Gemeinsames Ziel
Ich möchte betonen:
Es geht nicht um „Autofahrer gegen Radfahrer“ oder „Wirtschaft gegen Umwelt“.
Es geht um ein Verkehrssystem, in dem sich alle sicherer, schneller und emissionsärmer bewegen können.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen verbessern die Lebensqualität, die Luftqualität und die Mobilität für die gesamte Stadt.

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