| Veranstaltung: | siebte Sitzung des Plenums des Fürther Jugendrates |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 3.b. Wiedervorlagen |
| Antragsteller*in: | Andrii Volovskyi |
| Status: | Eingereicht |
| Antragshistorie: | Version 2 |
BA10: Einrichtung mobiler Jugendreffs
Beschlussformel
Die Stadt Fürth richtet einen mobilen Jugendtreff ein.
Gründe:
Antragsbegründung:
Viele Treffpunkte sind im Zentrum. Man muss wissen, dass es sie gibt, man muss dafür seine Zeit, Geld und Stärke dahin zu fahren bezahlen. Für manche Jugendliche ist das eine zu hohe Hürde. Gerade in Randbezirken fehlen solche niedrigschwelligen, offenen Treffpunkte.
Oft gibt es dort: wenige neutrale Orte zum Abhängen, keine Räume, die ausdrücklich für Jugendliche gedacht sind, wenig Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Ein weiterer Punkt ist die Hemmung gegenüber offiziellen Einrichtungen. Manche Jugendliche verbinden Jugendzentren mit Regeln, Aufsicht oder Kontrolle. Andere haben schlechte Erfahrungen gemacht oder fühlen sich dort „nicht passend“.
Was oft fehlt, ist ein Angebot, das sagt: „Du musst nichts erklären. Komm einfach vorbei, so wie du bist.“ einen Ort, an den man einfach kommen kann, ohne Anmeldung, ohne Termin, ohne Erwartung, etwas leisten oder erklären zu müssen, einfach da sein, chillen, Leute treffen.
Bestehende Jugendzentren, schulische Angebote oder Vereinsstrukturen leisten wichtige Arbeit, erreichen jedoch vor allem Jugendliche, die bereits angebunden sind und bereit sind, feste Einrichtungen aufzusuchen. Jugendliche aus Randbezirken oder mit höheren Zugangshürden werden dadurch nur eingeschränkt erreicht.
Klassische Streetwork-Ansätze ermöglichen zwar Kontakt im öffentlichen Raum, bieten jedoch keinen geschützten Aufenthalts- und Begegnungsraum für informelle Treffen und Gruppenaktivitäten.
Temporäre Treffpunkte ohne feste Infrastruktur sind eine mögliche Alternative, jedoch wetterabhängig und in ihrer Nutzung zeitlich und inhaltlich begrenzt.
Das Projekt fördert soziale Integration für neigewanderte die mit den lokalen Traditionen und Regeln noch nicht vertraut sind ( wie Integration Raum für Jugendliche), stärkt den Zusammenhalt im Stadtteil und baut Barrieren zwischen unterschiedlichen Gruppen ab. Gleichzeitig leistet es einen präventiven Beitrag zur Konfliktvermeidung und Sicherheit im Sozialraum durch kontinuierliche, beziehungsorientierte Präsenz und wird auch zu einer gesünderen Art der Zeitvertreib beitragen.
Der mobile Jugendtreff ist ein niedrigschwelliges, offenes Angebot der Jugendarbeit, das regelmäßig verschiedene Stadtteile anfährt. Er richtet sich an alle jungen Menschen und bietet einen kostenfreien, unkomplizierten Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten.
Durch die offene Gestaltung werden Barrieren zwischen unterschiedlichen Gruppen abgebaut, das Miteinander gefördert und soziale Kontakte über kulturelle, sprachliche oder persönliche Unterschiede hinweg gestärkt. Der Treff trägt so zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und zu einem vertrauensvollen, integrativen Zusammenleben im Stadtteil bei.
Dank seiner Mobilität kann dieses mobile Zentrum den Bedarf vielen Stadtteilen mit minimalen Kosten decken. Es benötigt keine zusätzlichen Grundstücke und Baukosten, sondern kann auf einem Parkplatz aufgestellt werden.

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